Informationen des Gesundheitsamtes

Kopfläuse verbreiten sich sehr schnell. Ein Befall Ihres Kindes ist auch bei größter Sauberkeit nicht ausgeschlossen. Es ist darum dringend notwendig, auf Zeichen von Läusebefall bei Ihrem Kind zu achten.
Läuse und deren Eier (Nissen) sind mit bloßem Auge zu erkennen. Sie finden sich besonders häufig in den Haarpartien über und hinter den Ohren sowie im Nacken.
Nissen sind weißliche oder gelblich-braune ovale, bis zu 1 mm große Körnchen, die sich von Kopfschuppen dadurch unterscheiden, dass sie fest im Haar haften und nicht abgestreift werden können. Läuse sind bis zu 3 mm lange blass-graue Insekten mit abgeplattetem Körper. Da sie einen lästigen Juckreiz verursachen, können auch Kratzspuren an der Kopfhaut ein Hinweis auf Läusebefall sein.

Zur Verantwortung der Eltern

Bei Anzeichen für das Vorhandensein von Läusen wird empfohlen, das Kind (ggf. auch Geschwister) unter Vorlage dieses Schreibens von Ihrem Arzt behandeln zu lassen. Wird das Kind mit einer insektentötenden Substanz (Permethin, Pyrethrum, Allethrin oder Lindan) behandelt, darf es nach 24 Stunden wieder die Gemeinschaftseinrichtung besuchen. Da aber einzelne Nissen die Therapie überleben können, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Behandlung in jedem Fall nach 8 bis 10 Tagen zu wiederholen, um eine dauerhafte Läusefreiheit zu erzielen. Alle Familienmitglieder müssen ebenfalls auf Läusebefall untersucht werden. Das RKI empfiehlt, enge Kontaktpersonen in der Familie prophylaktisch mitzubehandeln.
Zur völligen Vernichtung der Läuse und zur Vorbeugung gegen eine Neuansteckung ist außer der Behandlung der Kopfhaare eine gründliche Reinigung des Kamms sowie der Haar- und Kleiderbürste notwendig. Handtücher, Leib- und Bettwäsche müssen während der Behandlung gewechselt und durch Waschen bei 60 Grad entwest werden. Auch die Oberbekleidung muss entweder gewaschen oder mit einem läuseabtötenden Mittel (evtl. Jacutin-Puderspray) behandelt werden. Nicht waschbare Kleidungsstücke, z.B. Pelze können zuverlässig entwest werden, indem man sie 2 Wochen in einem absolut luftdicht abgeschlossenen Plastiksack aufbewahrt.

Meldepflicht

Nach § 34 Abs. 5 IfSG sind die Erziehungsberechtigten verpflichtet, der Gemeinschaftseinrichtung, die ihr Kind besucht, Mitteilung über einen beobachteten Kopflausbefall zu machen. Die Gemeinschafts- einrichtung ist verpflichtet, nach § 34 Abs. 6 IfSG dem Gesundheitsamt personenbezogene Angaben über einen festgestellten Kopflausbefall zu machen.
Ein Kind, bei dem Läuse und/oder Nissen festgestellt wurden, muss nach den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes der Schule bzw. dem Kindergarten fernbleiben, bis es nach dem Urteil des behandelnden Arztes frei von Läusen und Nissen ist und eine Weiterverbreitung der Verlausung nicht mehr befürchtet werden muss. Laut RKI sind die Erziehungsberechtigen verpflichtet, die Durchführung der Behandlung zu bestätigen.

Ein ärztliches Attest zur Bestätigung des Behandlungserfolges ist nur bei wiederholtem Kopflausbefall innerhalb von 4 Wochen erforderlich.

Weitere Informationen erhalten Sie unter rki.de, www.kreis-coesfeld.de, www.bzga.de oder telefonisch durch das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld: 02594/9436-0 (bzw. Durchwahl-Nr. 02594/9436-5410, -5411, -5412, -5407).